BDO in der Ukraine hat den ESG-Bericht für das Jahr 2025 veröffentlicht: von GRI zu ESRS


BDO in der Ukraine hat seinen ESG-Bericht für das Jahr 2025 veröffentlicht und damit den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung seines Rahmens für die Nachhaltigkeitsberichterstattung vollzogen. 


Die wichtigste Änderung in diesem Berichtszyklus war der Übergang von den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) zu den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Im Zuge dieser Umstellung hat das Unternehmen seine Methodik zur Ermittlung wesentlicher ESG-Themen sowie zur Erhebung, Analyse und Offenlegung von nachhaltigkeitsbezogenen Informationen weiterentwickelt.


Für BDO in der Ukraine ist dieser Übergang mehr als nur eine Änderung der Berichtsstruktur. Er ist ein konkreter Schritt zur Förderung eines systematischen Ansatzes im Bereich Nachhaltigkeit und eine Gelegenheit, den Prozess der Angleichung der ESG-Berichterstattung an europäische Anforderungen aus erster Hand zu gestalten – eine Herausforderung, mit der ukrainische Unternehmen zunehmend konfrontiert sind.

Warum stellt BDO in der Ukraine von GRI auf ESRS um?
In früheren Berichtszeiträumen wandte BDO in der Ukraine die Standards der Global Reporting Initiative (GRI) an, eines der am weitesten verbreiteten internationalen Rahmenwerke für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die GRI-Standards bildeten die Grundlage für einen strukturierten Ansatz zur Offenlegung von Informationen über die Auswirkungen des Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG).

Allerdings entwickelt sich das regulatorische Umfeld für die ESG-Berichterstattung in Europa weiter. Die European Sustainability Reporting Standards (ESRS) werden zur Grundlage des europäischen Rahmens für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen und stehen in direktem Zusammenhang mit den Anforderungen der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD).

Für ukrainische Unternehmen gewinnt diese Entwicklung auch im Kontext der europäischen Integration der Ukraine sowie der Zusammenarbeit mit internationalen Unternehmensgruppen, Investoren, Finanzinstituten, Geldgebern und europäischen Partnern zunehmend an strategischer Bedeutung.

Aus diesem Grund hat BDO in der Ukraine für den aktuellen Berichtszyklus seinen Berichtsansatz an die ESRS angepasst, sein ESG-Berichtsrahmenwerk im Einklang mit den europäischen Anforderungen weiterentwickelt und in der Praxis Ansätze umgesetzt, die für seine Kunden zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Was hat sich methodisch geändert?
Der Übergang von GRI zu ESRS umfasst weit mehr als nur eine andere Berichtsstruktur oder neue Offenlegungspflichten.

Er spiegelt einen grundlegenden Wandel im Ansatz der Nachhaltigkeitsberichterstattung wider.

1. Stärkere Fokussierung auf die doppelte Wesentlichkeit

Eines der Kernprinzipien von ESRS ist die doppelte Wesentlichkeit.

Das bedeutet, dass nachhaltigkeitsbezogene Themen gleichzeitig aus zwei Perspektiven bewertet werden:
  • Auswirkungsmaterialität: Wie wirken sich die Aktivitäten des Unternehmens auf Menschen und die Umwelt aus oder könnten sich potenziell auf sie auswirken?
  • Finanzielle Materialität: Wie können sich Nachhaltigkeitsaspekte, ESG-bezogene Risiken und Chancen auf das Unternehmen selbst auswirken, einschließlich seiner finanziellen Leistung, seiner Entwicklung und seiner langfristigen Widerstandsfähigkeit?

Dieser Ansatz ermöglicht einen Wechsel von einer allgemeinen Beschreibung der ESG-Aktivitäten hin zu einer strukturierteren Identifizierung der nachhaltigkeitsbezogenen Themen, die für das Unternehmen und seine Stakeholder von Bedeutung sind.

2. Von einer Reihe von ESG-Kennzahlen zu einem Rahmenwerk für die Offenlegung

Die ESRS erfordern einen umfassenden Ansatz für die Berichterstattung. Der Schwerpunkt liegt nicht nur auf quantitativen ESG-Kennzahlen, sondern auch darauf, wie ein Unternehmen die damit verbundenen Auswirkungen, Risiken und Chancen steuert.

Daher erfordert eine qualitativ hochwertige Nachhaltigkeitsberichterstattung klare Verknüpfungen zwischen wesentlichen Themen, Unternehmensrichtlinien, Maßnahmen, Zielen, Kennzahlen und Governance-Prozessen.

Folglich ist der Bericht mehr als nur eine Auflistung der im Laufe eines Jahres umgesetzten ESG-Initiativen. Er spiegelt wider, inwieweit nachhaltigkeitsbezogene Themen in die Governance- und Managementsysteme des Unternehmens eingebettet sind.

3. Strukturiertere Erhebung von ESG-Daten

Eine weitere wesentliche Änderung betrifft das Datenmanagement.

Die Umstellung auf den ESRS erfordert die systematische Organisation von Informationsquellen, die Benennung von Verantwortlichen, die Angleichung der Berechnungsmethoden sowie die Etablierung eines einheitlichen Prozesses zur Erhebung von ESG-Daten.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Erstellung eines qualitativ hochwertigen ESG-Berichts bereits lange vor der eigentlichen Ausarbeitung des Berichts beginnt. Unternehmen müssen festlegen, welche Daten erforderlich sind, woher sie stammen, wer für ihre Qualität verantwortlich ist und welche internen Prozesse und Begleitdokumente sie untermauern.

4. Stärkung der Rolle von Unternehmensrichtlinien und internen Prozessen

Die ESG-Berichterstattung ist zunehmend eng mit dem tatsächlichen Governance-Rahmen eines Unternehmens verknüpft.

Wenn ein Unternehmen einen bestimmten Ansatz in Bezug auf Umwelt-, Sozial- oder Governance-Themen verkündet, ist es wichtig, dass dieser Ansatz durch geeignete Richtlinien, Verfahren, Verantwortlichkeiten, Ziele und Kontrollmechanismen untermauert wird.

Infolgedessen kann die Erstellung eines ESG-Berichts die Notwendigkeit deutlich machen, Unternehmens- und Organisationsrichtlinien, Umweltrichtlinien, ESG-Maßnahmenpläne und andere interne Dokumente zu entwickeln oder zu aktualisieren.

5. Die ESG-Berichterstattung wird zu einem Managementinstrument und nicht nur zu einem Kommunikationsinstrument

Infolgedessen verändert sich auch die Rolle des Berichts selbst.

Die ESG-Berichterstattung geht allmählich über die bloße Beschreibung umgesetzter Initiativen hinaus und entwickelt sich zu einem systematischen Instrument, das Unternehmen dabei unterstützt, ihre Auswirkungen, Risiken und Chancen zu bewerten, Prioritäten zu identifizieren, Ziele festzulegen und Fortschritte zu überwachen.

Dies ist der Ansatz, den BDO in der Ukraine konsequent in seiner eigenen Praxis weiterentwickeln will.

Inwiefern können die Erfahrungen von BDO in der Ukraine für ukrainische Unternehmen von Nutzen sein?
Die Umstellung auf das europäische Modell der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist ein komplexer Prozess.

Es reicht nicht aus, lediglich einen ESG-Bericht zu erstellen. Zuvor müssen Unternehmen den aktuellen Stand ihrer ESG-Prozesse bewerten, wesentliche Themen identifizieren, die Verfügbarkeit und Qualität der Daten prüfen, Unternehmensrichtlinien überprüfen, Zuständigkeiten zuweisen und eine Berichtsmethodik festlegen.

Auch BDO in der Ukraine durchläuft diesen Prozess im Rahmen seines eigenen Nachhaltigkeitsberichtswesens. Dies ermöglicht es uns, die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht nur aus der Perspektive eines Beraters zu betrachten, sondern auch aus der praktischen Sicht einer Organisation, die ihre eigenen Prozesse kontinuierlich verbessert.

Unsere Erfahrung bestätigt, dass ein qualitativ hochwertiger ESG-Bericht das Ergebnis systematischer ESG-Bemühungen ist, die im gesamten Unternehmen verankert sind, und nicht der Ausgangspunkt dieser Bemühungen.

Wie unterstützt BDO in der Ukraine Unternehmen in den Bereichen ESG und Nachhaltigkeit?
Das Team von BDO in der Ukraine unterstützt Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsanforderungen in ein klares und praxisorientiertes Handlungsrahmenwerk umzusetzen – von der Bestandsaufnahme der aktuellen Situation über die Entwicklung einer ESG-Strategie bis hin zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten.

Unsere Dienstleistungen im Bereich Nachhaltigkeit umfassen:
  • ESG-Berichterstattung. Wir unterstützen Unternehmen dabei, bestehende ESG-Daten und -Prozesse zu bewerten, Lücken zu identifizieren, eine Offenlegungsstruktur zu entwickeln und die Berichterstattung im Einklang mit den relevanten Standards und geschäftlichen Anforderungen zu erstellen.
  • Entwicklung von Unternehmens- und Organisationsrichtlinien. Wir unterstützen die Erstellung und Aktualisierung interner Richtlinien und Governance-Dokumente, die für das systematische Management von Nachhaltigkeitsfragen und die Einhaltung der Erwartungen von Partnern, Investoren, Spendern sowie der sich wandelnden regulatorischen Rahmenbedingungen erforderlich sind.
  • Entwicklung von ESG-Maßnahmenplänen und Umweltrichtlinien. Wir helfen Unternehmen dabei, ESG-Prioritäten zu identifizieren, Ziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten zu definieren sowie einen praktischen Fahrplan für die Umsetzung zu entwickeln.
  • Entwicklung langfristiger Strategien zur Integration von ESG in alle Aspekte des Geschäfts. Wir helfen Unternehmen dabei, den Übergang von isolierten ESG-Initiativen zu einem systematischen Ansatz zu vollziehen, der in Strategie, Risikomanagement und operative Prozesse eingebettet ist.
  • Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE). Wir helfen Unternehmen dabei, einen systematischen Ansatz für das Management relevanter ökologischer und sozialer Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit zu stärken.

Außerdem unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Bereitschaft für die Einführung von ESRS, GRI, IFRS S1 und IFRS S2 zu bewerten und den Berichtsansatz zu ermitteln, der den regulatorischen Anforderungen, der Unternehmensstruktur und den Erwartungen der Stakeholder am besten entspricht.

Vom ESG-Bericht zur langfristigen Nachhaltigkeit des Unternehmens
Die Erfahrungen von BDO in der Ukraine bei der Erstellung ihres ESG-Berichts 2025 zeigen einmal mehr, dass es beim Übergang zu einer modernen Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht nur um die Erstellung eines einzelnen Dokuments geht. Es handelt sich vielmehr um einen Prozess, der Strategie, Daten, Unternehmensrichtlinien, interne Prozesse, Rechenschaftspflicht und den gesamten Governance-Rahmen für das Management von Nachhaltigkeitsfragen umfasst. Deshalb sollte die Vorbereitung auf neue Berichtspflichten mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation des Unternehmens und der Entwicklung eines praktischen Fahrplans für die nächsten Schritte beginnen.

Wenn Ihr Unternehmen plant, einen ESG-Bericht zu erstellen, von GRI auf ESRS umzustellen, seine Bereitschaft für europäische Nachhaltigkeitsberichterstattungsanforderungen zu bewerten oder ESG systematisch in seine Geschäftstätigkeit zu integrieren, steht Ihnen das Team von BDO in der Ukraine in jeder Phase dieses Prozesses zur Seite.

Erfahren Sie mehr über die Nachhaltigkeitsdienstleistungen von BDO in der Ukraine.

Wichtigste Schlussfolgerungen:

  • BDO in der Ukraine ist von den GRI-Standards auf ESRS umgestiegen und hat damit seinen Ansatz zur Nachhaltigkeitsberichterstattung an europäische Anforderungen und Praktiken angepasst, die für ukrainische Unternehmen im Kontext der europäischen Integration und der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern zunehmend an Bedeutung gewinnen.
  • Ein zentrales Element dieses neuen Ansatzes ist das Konzept der doppelten Wesentlichkeit, das sowohl die Auswirkungen des Unternehmens auf Gesellschaft und Umwelt als auch die Auswirkungen von ESG-Faktoren auf die finanzielle Widerstandsfähigkeit und Entwicklung des Unternehmens berücksichtigt.
  • ESRS verändert die Logik der Berichterstattung und verlagert den Fokus von einer Reihe von Kennzahlen hin zu einem umfassenden ESG-Management-Rahmenwerk, das Richtlinien, Prozesse, Risiken, Ziele, Rechenschaftspflicht und ein robustes Datenmanagement umfasst.
  • Die Erfahrungen von BDO in der Ukraine bestätigen, dass ein qualitativ hochwertiger ESG-Bericht das Ergebnis einer unternehmensweiten Transformation ist und nicht nur die Erstellung eines einzelnen Dokuments. Er kann zudem als praktischer Anhaltspunkt für Unternehmen dienen, die sich darauf vorbereiten, die sich weiterentwickelnden europäischen Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen.

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