Zuschussverwaltung für die ukrainische Diaspora
Zuschussverwaltung für die ukrainische Diaspora
Alla Sawtschenko, Präsidentin von BDO in der Ukraine, nahm am Gipfeltreffen der weltweiten ukrainischen Gemeinschaft in Bern (Schweiz) teil und trat als Referentin bei einer Podiumsdiskussion auf, die sich mit der Mobilisierung finanzieller Unterstützung und dem Kapazitätsaufbau ukrainischer Gemeinschaften im Ausland befasste.
Der Gipfel als Plattform für Zusammenarbeit und Fundraising
Die Veranstaltung brachte Vertreter ukrainischer Gemeinden, zivilgesellschaftlicher Organisationen, der Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Wohltätigkeitsstiftungen aus verschiedenen Ländern der Welt zusammen. Die Teilnehmer diskutierten Fragen der Unterstützung für die Ukraine, des Aufbaus internationaler Partnerschaften, des Fundraisings, der Mittelbeschaffung und der Stärkung der Kapazitäten ukrainischer Organisationen im Ausland. Eines der zentralen Themen war die Mobilisierung finanzieller Unterstützung durch effektive Fundraising-Strategien und den Einsatz moderner digitaler Instrumente. Im Rahmen einer thematischen Sitzung tauschten Experten praktische Erfahrungen im Umgang mit Spendern, beim Aufbau von Partnerschaften und bei der Einwerbung von Fördermitteln für ukrainische Initiativen aus.

Zu den Referenten der Veranstaltung gehörte die Präsidentin von BDO in der Ukraine, Alla Sawtschenko, die einen praktischen Ansatz für den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Erstellung von Förderanträgen durch ukrainische zivilgesellschaftliche Organisationen und Diaspora-Organisationen vorstellte. In ihrem Vortrag konzentrierte sie sich darauf, wie moderne KI-Tools kleinen Teams dabei helfen können, ein Fördermittelmanagement aufzubauen: die Arbeit mit Fördermitteln zu systematisieren, die Anforderungen der Geldgeber zu analysieren, Budgets zu erstellen, Übersetzungen vorzubereiten und die Anträge einer abschließenden Prüfung zu unterziehen.

Der praktische Ansatz von BDO in der Ukraine beim Einsatz von KI
Zu Beginn der Erstellung von Förderanträgen sollte man dem Go/No-Go-Ansatz Beachtung schenken, der es Organisationen ermöglicht, die Sinnhaftigkeit einer Teilnahme am Förderwettbewerb bereits vor Beginn der Antragerstellung zu bewerten. Laut Alla Sawtschenko liegt die größte Ressourceneinsparung nicht in der schnelleren Erstellung des Antrags, sondern in der rechtzeitigen Feststellung, ob das Projekt den Anforderungen des Geldgebers entspricht, ob die für die Umsetzung erforderlichen Kapazitäten vorhanden sind und ob die Bereitschaft besteht, die anschließende Berichterstattung sicherzustellen. Ein solcher Ansatz hilft Organisationen dabei, ihre Anstrengungen auf die Möglichkeiten mit den höchsten Erfolgschancen zu konzentrieren.
In ihrem Vortrag betonte Alla Sawtschenko, dass erfolgreiches Fördermittelmanagement nicht mit dem Verfassen des Antrags beginnt, sondern mit einem systematischen Ansatz für das Projektmanagement, der Prüfung der Übereinstimmung mit den Anforderungen des Geldgebers und der ordnungsgemäßen Vorbereitung der Unterlagen.
„Künstliche Intelligenz ist kein Verfasser eines Förderantrags und wird es auch niemals sein. Aber sie kann für eine Organisation zu einer Art Förder-Stab werden: Sie kann dabei helfen, die Ausschreibung zu analysieren, die Logik des Projekts zu überprüfen, den Haushalt aufzustellen, Übersetzungen anzufertigen und den Antrag vor der Einreichung einer kritischen Überprüfung zu unterziehen“, erklärte Alla Sawtschenko.
Am Ende eines Förderprojekts wird der Erfolg nicht nur daran gemessen, ob eine Finanzierung erhalten wurde, sondern auch an der Fähigkeit der Organisation, eine ordnungsgemäße Buchführung, Kontrolle und Berichterstattung über die Verwendung der Fördermittel sicherzustellen. Ein systematischer Ansatz beim Projektmanagement und die Einhaltung der Anforderungen der Geldgeber sind wesentliche Voraussetzungen für eine langfristige Zusammenarbeit und die Teilnahme an künftigen Förderprogrammen.
Ein praktischer Leitfaden zum Fördermittelmanagement
Auf der Grundlage ihrer langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit internationalen Finanzorganisationen, Stiftungen und Geldgebern sowie ihrer Praxis bei der Unterstützung ukrainischer Gemeinschaften in Slowenien stellte Alla Sawtschenko den Teilnehmern einen praktischen Leitfaden zum Einsatz von KI vor. Dieser wird Diaspora-Organisationen bei der Erstellung hochwertiger und fundierter Förderanträge helfen. Die Materialien enthalten Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Dokumentvorlagen, Anleitungen für den Umgang mit künstlicher Intelligenz sowie Instrumente zur Bewertung der Bereitschaft einer Organisation zur Teilnahme an Förderwettbewerben.
Laden Sie den Leitfaden über den Link herunter.
BDO in der Ukraine unterstützt weiterhin die Entwicklung des öffentlichen Sektors und die Einführung moderner Technologien in den Bereichen Fördermittelmanagement, Finanzmanagement und Rechnungslegung. Wenn Ihre Organisation Beratung zu Förderprojekten, zur finanziellen Leistungsfähigkeit oder zum Einsatz von künstlicher Intelligenz benötigt, wenden Sie sich bitte an unser Expertenteam.
