BDO in der Ukraine bei „Youth Cybersecurity Talent“: Cybersicherheit und berufliche Selbstbestimmung


BDO in der Ukraine trat als Sponsor der Konferenz „Youth Cybersecurity Talent“ auf – einer Veranstaltung, die Vertreter aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und junge Talente zum Thema Entwicklung der Cybersicherheit, beruflicher Kompetenzen und digitaler Resilienz der Ukraine zusammenbrachte.

 

Förderung junger Talente im Bereich Cybersicherheit

Die Konferenz fand im Rahmen der Junior CTF League statt – der ersten nationalen Olympiade für Cybersicherheit in der Ukraine für Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren. Die Initiative zielt darauf ab, das Interesse der Jugend an Technologien in praktische berufliche Fähigkeiten umzuwandeln, die Heranbildung einer neuen Generation von Cybersicherheitsexperten zu fördern und Jugendlichen sowie Studierenden Entwicklungsmöglichkeiten in der Ukraine zu bieten. 

Das Projekt wird mit Unterstützung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, des Ministeriums für digitale Transformation der Ukraine, des Verteidigungsministeriums der Ukraine und des Präsidialfonds umgesetzt. Am Finale des Wettbewerbs nahmen 150 Teilnehmer teil: 30 Teams aus verschiedenen Regionen der Ukraine, die sich im Auswahlverfahren qualifiziert hatten. Auf Grundlage der Wettbewerbsergebnisse wird die ukrainische Nationalmannschaft für die Teilnahme an der European Cyber Security Challenge 2026 in Bochum, Deutschland, zusammengestellt


Cybersicherheit als Weg zur beruflichen Selbstverwirklichung

Ein eigener Teil der Konferenz war eine Podiumsdiskussion zum Thema „Auswandern oder bleiben? Die Selbstverwirklichung junger Menschen vor dem Hintergrund von Krisenerfahrungen und Cybersicherheit als Möglichkeit, das Erleben von Gefahren in grenzenloses berufliches Kapital umzuwandeln.“ 

Die Diskussionsteilnehmer sprachen darüber, was derzeit die Entscheidung junger Menschen beeinflusst: in der Ukraine zu bleiben, hier eine Ausbildung zu absolvieren und eine Karriere aufzubauen oder Chancen im Ausland zu suchen. Im Mittelpunkt der Diskussion standen Fragen der Sicherheit, der Bildungsqualität, der beruflichen Entfaltung, der Rolle der Wirtschaft, des Zugangs zu praktischer Erfahrung und der Fähigkeit der ukrainischen Jugend, Krisenerfahrungen in einen Wettbewerbsvorteil umzuwandeln. 

Moderiert wurde die Diskussion von Anastasia Kireeva-Kislinska, Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Organisation „Neues Bildungsformat“ sowie Gründerin der „Spilnoschkola“ und der „U:maker-Akademie“. Sie betonte, dass sich die Diskussion über die Entscheidungen junger Menschen nicht auf die einfache Gegenüberstellung „auswandern oder bleiben“ beschränken dürfe. Es gehe um einen tiefergehenden Prozess der Selbstfindung, bei dem es wichtig sei, nicht nur die Risiken zu sehen, sondern auch den Spielraum für Handeln, Entwicklung und Einflussnahme.
 

„Die Frage ist nicht nur, wo man sein soll, sondern wo ein junger Mensch sich selbst und sein Handeln am besten verwirklichen kann“, merkte die Moderatorin der Diskussion an.


An der Podiumsdiskussion nahm Andrij Borenkow teil, Leiter der Abteilung für Beratungsdienstleistungen bei BDO in der Ukraine und Experte für Unternehmensrisikomanagement und digitale Transformation. In seinem Beitrag wies er darauf hin, dass die Entscheidung, in der Ukraine zu bleiben oder Erfahrungen im Ausland zu sammeln, nicht als endgültige Entscheidung fürs ganze Leben betrachtet werden sollte. In der heutigen Welt kann der berufliche Werdegang Mobilität, internationale Erfahrung, eine Rückkehr und die weitere Entfaltung in der Ukraine beinhalten.
 

„Die Entscheidung ‚auswandern oder bleiben‘ muss keine endgültige Entscheidung sein. Sie ist Teil eines beruflichen Werdegangs, der sich ändern kann“, betonte Andrij Borenkow.


Er hob außerdem hervor, dass die Ukraine einzigartige Möglichkeiten für die schnelle berufliche Entfaltung junger Fachkräfte biete. Insbesondere können sie in der ukrainischen Wirtschaft früher verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen, beruflich schneller vorankommen und an realen Herausforderungen arbeiten, die praktische Erfahrung vermitteln.
 

„Die Ukraine bietet jungen Fachkräften das, was in stabileren Märkten nur schwer zu finden ist: schnelles Wachstum, echte Herausforderungen und Erfahrungen mit Transformationen, die weltweit hoch geschätzt werden“, erklärte Andrij Borenkow.


Was die Rolle der Wirtschaft angeht, betonte er, dass Unternehmen für junge Menschen nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch ein Umfeld für ihre berufliche Entwicklung bieten können. Dabei geht es darum, junge Fachkräfte in konkrete Projekte einzubinden und bereit zu sein, in ihre Entwicklung und Anpassung an den sich sehr schnell verändernden Arbeitsmarkt zu investieren.


Die Rolle von Bildung und Wirtschaft bei der Entwicklung der Jugend

Andrij Hlybovets, Doktor der Technischen Wissenschaften und Dekan der Fakultät für Informatik an der Nationalen Universität „Kyiv-Mohyla-Akademie“, wies auf die Qualität des ukrainischen Bildungswesens und die Bedeutung einer ehrlichen Kommunikation über dessen Vorteile hin. Seinen Worten zufolge können ukrainische Universitäten, insbesondere die starken Bildungseinrichtungen, mit vielen ausländischen Hochschulen konkurrieren, an denen sich ukrainische Studienbewerber häufig einschreiben.
 

„Das durchschnittliche Niveau unserer starken Universitäten ist oft höher als das der ausländischen Hochschulen, für die sich ukrainische Studienbewerber entscheiden“, erklärte Andrij Hlybovets.


Er betonte zudem, dass junge Menschen in der Ukraine die Möglichkeit hätten, anhand realer Herausforderungen zu lernen und mit aktuellen Technologien zu arbeiten. Im Bereich der Cybersicherheit sei dies besonders wichtig, da ukrainische Fachkräfte mit realen Vorfällen konfrontiert seien und Erfahrungen sammelten, die für die ganze Welt wertvoll seien. 

Wita Humenyuk, Direktorin des Lyzeums „Akademie ‚U: maker‘“, hob die Bedeutung der Selbstbestimmung hervor. Sie verwies auf Ergebnisse soziologischer Studien, die von einem hohen Maß an Optimismus unter der ukrainischen Jugend und deren Bereitschaft zeugen, sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. Gleichzeitig wies sie auf die Kluft zwischen dem Wunsch, Veränderungen zu beeinflussen, und konkretem Handeln hin. 

Ihren Worten zufolge besteht die Aufgabe der Bildung darin, Jugendlichen und Studierenden dabei zu helfen, sich selbst, ihre Werte und ihre Richtung zu verstehen. Dann ist die Entscheidung, zu bleiben oder wegzugehen, keine Reaktion auf Angst mehr, sondern eine bewusste Entscheidung darüber, wo man sich am besten verwirklichen kann. 

Eduard Karausch, Dozent für Cybersicherheit an der Kyiv School of Economics, sprach über die praktische Dimension der Cybersicherheit und die Notwendigkeit einer aktiveren Zusammenarbeit der Wirtschaft mit der Jugend. Er merkte an, dass junge Fachkräfte oft keine ausreichende Vorstellung von den Möglichkeiten haben, die die ukrainische Wirtschaft insbesondere im Bereich der Cybersicherheit bietet.
 

„Die ukrainische Wirtschaft hat viele Vorteile, aber diese müssen der Jugend besser vermittelt werden, damit sie hier Chancen für sich selbst erkennt“, erklärte Eduard Karausch.


Er betonte zudem, dass es für die Wirtschaft wichtig sei, jungen Talenten Türen zu öffnen: Akademien zu gründen, Praktika und Programme zur Einbindung von Studierenden anzubieten und ihnen die reale Arbeit von Fachkräften zu zeigen. Dies hilft dabei, den Beruf besser zu verstehen, Perspektiven zu erkennen und den eigenen Entwicklungsweg zu gestalten. 

Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass die ukrainischen Erfahrungen im Krisenmanagement nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Quelle für berufliches Wachstum sein können. Für die Cybersicherheit ist dies von besonderer Bedeutung: Ukrainische Fachkräfte arbeiten in einem Umfeld realer Bedrohungen, schneller Entscheidungen und ständiger Veränderungen. Diese Erfahrung fördert Anpassungsfähigkeit, systemisches Denken, die Fähigkeit, mit Risiken umzugehen, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen und neue Technologien schnell zu integrieren.

BDO in Ukraine at Youth Cybersecurity Talent
 

BDO in der Ukraine fördert die digitale Resilienz

Für BDO in der Ukraine ist die Teilnahme an solchen Initiativen ein wichtiger Bestandteil eines umfassenderen Ansatzes zur Förderung der menschlichen Entwicklung, der digitalen Resilienz und der beruflichen Kompetenz des Landes. Cybersicherheit, Risikomanagement, digitale Transformation und Krisenmanagement werden zu Schlüsselkompetenzen für Unternehmen, den Staat und Fachkräfte, die bereits heute die Zukunft der Ukraine gestalten. 

Die Konferenz „Youth Cybersecurity Talent“ hat gezeigt, dass die ukrainische Jugend über ein erhebliches Entwicklungspotenzial in Hightech-Bereichen verfügt. Die Aufgabe von Bildungseinrichtungen, Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft besteht darin, Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen dieses Potenzial in der Ukraine entfaltet werden und weltweit wettbewerbsfähig sein kann. 

BDO in der Ukraine wird auch weiterhin Initiativen unterstützen, die der Entwicklung beruflicher Kompetenzen, der Stärkung der digitalen Sicherheit und der Heranbildung einer neuen Generation von Fachkräften dienen, die in der Lage sind, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Als Anbieter von Dienstleistungen im Bereich Cybersicherheit wissen wir um den Wert praktischer Kenntnisse in diesem Bereich und die Bedeutung einer frühzeitigen beruflichen Weiterentwicklung. 

Möchten Sie Ihre Karriere in einem internationalen Unternehmen beginnen und an realen Geschäftsaufgaben arbeiten? Nehmen Sie am Praktikum bei BDO in der Ukraine teil – dies ist eine Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln, Unterstützung durch Mentoren zu erhalten und den ersten Schritt in Richtung beruflicher Weiterentwicklung zu machen.

Wichtigste Schlussfolgerungen:

  • BDO in der Ukraine unterstützte die Konferenz „Youth Cybersecurity Talent“, die der Förderung junger Talente im Bereich der Cybersicherheit gewidmet war. 
  • Die Junior CTF League hilft Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren dabei, ihr Interesse an Technologien in praktische berufliche Fähigkeiten umzusetzen. 
  • Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion betonten, dass die Entscheidung junger Menschen zwischen der Ukraine und dem Ausland als Teil eines umfassenderen beruflichen Werdegangs betrachtet werden sollte.  
  • Die in der Ukraine gesammelten Erfahrungen im Umgang mit realen Cyberbedrohungen können für junge Fachkräfte zu einem Wettbewerbsvorteil werden.  
  • BDO in der Ukraine unterstützt weiterhin Initiativen, die digitale Resilienz, berufliche Kompetenzen und eine neue Generation von Fachkräften fördern.

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